Meine Ausbildung als …
Werkzeugmechanikerin
Finden Sie den Umgang mit unterschiedlichen Werkzeugen spannend?
Ivona Plivelic: Ja, es ist sehr spannend. In meinem Job werden viele verschiedene Werkzeuge im Alltag benutzt und es gibt viel Abwechslung. Ich habe mir diesen Beruf genau deswegen ausgesucht, weil ich nicht jeden Tag die gleiche Sache machen möchte.
Was sind Ihre Hauptaufgaben?
Ivona Plivelic: Meine Hauptaufgaben sind das Fräsen, Drehen, Bohren, Schleifen und Sägen. Ich habe in meiner Ausbildung bisher viele neue Maschinen kennengelernt und erfahren, wie man sie bedient.
Und welche Abteilungen durchlaufen Sie dafür?
Ivona Plivelic: Um die verschiedenen Maschinen zu beherrschen, machen wir unser erstes Ausbildungsjahr im BZI, einem Ausbildungscampus, wo wir auch alle anderen Grundlagen für unseren Beruf lernen. Im zweiten Ausbildungsjahr durchlaufen wir die Abteilungen Konstruktionstechnik, Messtechnik, CNC-Fräsen, CNC-Drehen und Instandhaltung.
Wer benötigt Ihre hergestellten Werkzeuge?
Ivona Plivelic: Unsere Werkzeuge werden nicht von uns hergestellt. Wir bekommen die Werkzeuge von unseren Kunden und stellen Teile her, die dann an die Kunden zurückgeliefert werden. Die Werkzeugmechaniker, die in unserer Firma arbeiten, sind dafür da, die Werkzeuge zu reparieren und einsatzbereit zu halten.
„Ich habe mir diesen Beruf … ausgesucht, weil ich nicht jeden Tag die gleiche Sache machen möchte.“
Gibt es so eine Art ‚Konstruktionsabteilung‘ mit der Sie zusammenarbeiten?
Ivona Plivelic: Ja, wir haben eine Konstruktionsabteilung und wir arbeiten häufig mit ihr zusammen. Wir bekommen Zeichnungen von ihr und müssen diese dann fertigen. Wir machen auch einen Lehrgang in der Konstruktion, wo wir lernen, wie wir selbst solche Zeichnungen mit dem Programm SolidWorks erstellen.
Wie wichtig ist das Thema Sicherheit in der Ausbildung?
Ivona Plivelic: Das ist eines der wichtigsten Themen in der ganzen Ausbildung. Die Maschinen, die wir bedienen, sind sehr gefährlich, wenn man die Sicherheitsregeln nicht richtig befolgt. An jeder Maschine sind die Sicherheitsregeln, die für diese bestimmt sind, ausgehängt. In unserer Firma müssen bestimmte Dinge immer beachtet werden. So muss jeder Mitarbeiter während der Arbeitszeit seine Arbeitshose und Sicherheitsschuhe tragen – ohne Ausnahmen. An jedem Halleneingang hängen an den Türen die Sicherheitsregeln für die jeweilige Halle.
Und was war bislang Ihre größte Herausforderung?
Ivona Plivelic: Die größte Herausforderung bis jetzt war die Abschlussprüfung Teil 1. Dort können sich alle Themen befinden, die man in den ersten 1,5 Jahren gelernt hat, und sich in kurzer Zeit an alles zu erinnern, kann sehr anspruchsvoll sein.
Welche Ziele haben Sie für die Zeit nach der Ausbildung?
Ivona Plivelic: Nach der Ausbildung möchte ich 1–2 Jahre Berufserfahrung sammeln und danach meinen Meister beginnen. Wenn ich genügend Erfahrung als Meisterin gesammelt habe, möchte ich Ausbilderin werden.
