Meine Ausbildung als …
Oberflächenbeschichter
Ohne es zu wissen, kommt fast jeder Mensch täglich mit galvanisch behandelten Oberflächen in Berührung. Was genau ist das?
Sulamith Tienken: Galvanisch behandelte Oberflächen werden durch eine dünne Metallschicht vor dem Rosten geschützt und erhalten gleichzeitig ein tolles Aussehen. Schon morgens nach dem Aufstehen kommen wir damit in Berührung. Beim Händewaschen im Bad ist der Hahn durch diese Schutzschicht vor Korrosion geschützt und hat länger Bestand.
Was ist an komplexen chemischen und physikalischen Prozessen so spannend?
Sulamith Tienken: Als ich so einen Beschichtungsprozess das erste Mal sah, war es wie Zauberei. Ein Blech wurde in eine Flüssigkeit getaucht und kam mit einer anderen Farbe heraus. Doch es steckt viel mehr dahinter: Durch chemische und physikalische Prozesse bildet sich diese Schicht auf dem Metallteil, wodurch seine ursprünglichen Eigenschaften verändert werden.
Welche Stationen lernt man dafür in der Ausbildung kennen?
Mark Lastovenko: In der Ausbildung lernt man viele Bereiche wie Vorbehandlung, Galvanisieren, Qualitätskontrolle, Verpackung, Laborarbeit und Abwassertechnik kennen. Außerdem arbeiten wir mit modernen Anlagen und Computern.
Haben Sie ständig etwas anderes zu tun?
Mark Lastovenko: Ja, der Beruf ist sehr abwechslungsreich. Man kontrolliert Anlagen und Parameter in den Bädern, bereitet Werkstücke vor, überprüft die Qualität oder arbeitet im Labor. Außerdem macht man nicht jeden Tag dasselbe.
Sollte man sehr aufmerksam und gewissenhaft sein?-!
Mark Lastovenko: Definitiv. Aufmerksames und gewissenhaftes Arbeiten ist sehr wichtig als Oberflächenbeschichter, da mit Chemikalien gearbeitet wird. Schon kleine Fehler können die Beschichtung beeinflussen. Auch Sicherheit spielt wegen der Chemikalien eine große Rolle.
„Aufmerksames und gewissenhaftes Arbeiten ist sehr wichtig...“
ÜbernimmtderComputeraucheinigeAufgaben?
Mark Lastovenko: Der Computer steuert viele Anlagen, wie Gestelloder Trommelanlagen. Er überwacht auch wichtige Werte wie Temperatur, Stromstärke oder Badzeiten. Außerdem werden Produktionsdaten dokumentiert und gespeichert.
Bietet der Beruf dann eine Mischung aus Handwerk und Technik?
Mark Lastovenko: Ja, auf jeden Fall. Genau diese Mischung macht den Beruf interessant. Man arbeitet praktisch mit den Händen, aber gleichzeitig auch mit moderner Technik und automatisierten Maschinen.
Was soll uns ‚Umweltschutz durch Korrosionsschutz‘ sagen?
Sulamith Tienken: Die Umwelt wird durch Korrosionsschutz geschützt, weil beschichtete Teile länger halten, indem wir eine dünne Goldoder Silberschicht auf dem Werkstück auftragen.
Und wie soll es nach der Ausbildung weitergehen?
Sulamith Tienken: Nach der Ausbildung arbeite ich erstmal weiter im Betrieb und schaue wie es weitergeht.
Mark Lastovenko: Ich möchte erst einmal Berufserfahrung bei Metoba sammeln und kann mir vorstellen eine Weiterbildung zum Meister oder Techniker zu machen oder mich auf einen Bereich zu spezialisieren.
