Deutscher Azubi-Kompass

Meine Ausbildung als …

Konstruktionsmechaniker

Was ist das Besondere an der Fertigung und Montage von großen Stahlbaukonstruktionen?

Maurice Weinkath: Die Fertigung und Montage von großen Stahlbaukonstruktionen ist für mich besonders, weil ich viele unterschiedliche Schweißverfahren anwende, eigenes Fachwissen einbringe und kreativ arbeiten kann. Außerdem brauche ich ein gutes räumliches Verständnis, und es motiviert mich, am Ende das fertige Ergebnis zu sehen.

Ist die Ausbildung dann durch die Verbindung von technischer Präzision und handwerklichem Schweißen geprägt?

Maurice Weinkath: Ja, genau die Ausbildung ist sogar stark von Präzision und handwerklicher Arbeit geprägt. Besonders beim Schweißen und Montieren muss ich sehr genau arbeiten. Handwerkliches Geschick spielt dabei eine große Rolle.

Und mit welchen Fertigungsverfahren lernen Sie umzugehen?

Maurice Weinkath: Ich lerne vor allem verschiedene Schweißverfahren kennen. Wie zum Beispiel Metall- Aktivgas-Schweißen, Wolfram-Inertgas-Schweißen und Lichtbogenhandschweißen. Zusätzlich arbeite ich mit Warmumformen bei größeren Stahlkonstruktionen und führe auch Warmrichten durch. Das kann man sich so vorstellen: Bei Stahlkonstruktionen können durch partielles Erwärmen, beispielsweise durch Schweißen, und der darauf folgenden inneren Spannung geometrische Abweichungen der Tragwerksgeometrie von der Sollform entstehen, die mit diesem Verfahren korrigierbar sind. Außerdem löte ich auch Bleche mit den zwei gängigen Verfahren Hartlöten und Weichlöten.

Interview - Konstruktionsmechaniker
Ich bin … Maurice Weinkath, 23 Jahre alt, und befinde mich im 2. Ausbildungsjahr zum Konstruktionsmechaniker bei der Demag Cranes & Components GmbH in Wetter.

Woher wissen Sie, wie die Bauteile zusammengehören?

Maurice Weinkath: Ich erkenne, wie die Bauteile zusammengehören, indem ich technische Zeichnungen und Montagepläne lese. Dort sind alle Maße, Positionen und die Reihenfolge der Montage genau angegeben.

„Diese Mischung aus vielseitiger, selbstständiger Arbeit und Teamarbeit macht mir Spaß.“

Kommen Sie mit der fortschreitenden Digitalisierung in Berührung; etwa dem 3-D-Druck?

Maurice Weinkath: Ich komme nicht direkt mit Digitalisierung wie 3-D-Druck in Kontakt, aber in Halle 14 haben wir einen Schweißroboter, der gelegentlich die Nähte perfekt zieht. Dadurch habe ich trotzdem Berührungspunkte mit moderner Technik.

Haben Sie schon mal was von additiver Fertigung gehört?

Maurice Weinkath: Ja, ich habe schon einmal ein komplexes Bauteil mit einem 3D-Drucker vordrucken lassen, um zu sehen, wie es später im fertigen Zustand aussehen wird.

Macht Ihnen diese Mischung aus vielseitiger, selbständiger Arbeit, die letztendlich nur im Team für den Kundenauftrag realisiert werden kann, Spaß?

Maurice Weinkath: Ja, diese Kombination macht mir total Spaß. Besonders schön finde ich, dass wir am Ende gemeinsam ein fertiges Projekt für den Kunden sehen und ich weiß genau, welchen Teil ich selbst beigetragen habe.

Stehen Ihnen nach der Ausbildung viele Türen offen?

Maurice Weinkath: Wenn ich fertig bin, stehen mir viele Türen offen. Ich kann mich zum Meister oder Techniker weiterbilden, und auch die Weiterbildung zum Schweißfachingenieur ist für mich möglich.

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